Zufriedenheit. Dieses Wort gehört zu den mächtigsten unserer Zeit. Denn wenn wir dahin kommen, sie ganz in uns zu fühlen, so entfalten sich innerer Frieden und wahres Vertrauen ins Leben. Und doch wird dieser Zustand meiner Meinung nach oft falsch interpretiert. Während einige Menschen mit „zufrieden sein“ eine Haltung von „nicht nach mehr streben“ gleichsetzen, verwechseln andere Zufriedenheit mit Glück.

Bevor wir gleich darüber reden, was den Zustand der Zufriedenheit ausmacht, lade ich dich zu Beginn dieses Artikels auf eine kurze Übung ein. Nimm bitte ein Blatt Papier und einen Stift und beantworte dir selbst die folgenden Fragen:

  • Wann habe ich mich das letzte Mal zufrieden gefühlt, sodass ich erfüllt von mir und meinem Leben war?
  • Welcher äußere Zustand hat dazu geführt, dass ein inneres Bedürfnis gestillt wurde?
  • Was hat dazu geführt, dass dieser Zustand irgendwann womöglich nicht mehr fühlbar war?

Mache gleich diese Übung und lasse dir die Zeit, die du für das Beantworten brauchst. Deine Antworten werden dir helfen, zu verstehen, was „zufrieden sein“ für dich bedeuten kann.

Wann fühlen wir uns zufrieden?

Zufrieden zu sein beschreibt einen Zustand, in dem wir uns ausgeglichen fühlen: Ein emotionales Gleichgewicht entsteht. Dieser Zustand zeigt sich, wenn unsere persönliche Überzeugung uns selbst bestätigt, dass alles rund läuft. Du hast richtig gelesen: Deine Werte und Überzeugungen sind an dieser Stelle entscheidend.
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Dieses Gefühl von „erfüllt sein mit dem, was ist“ kann unterschiedliche Bereiche unseres Lebens betreffen: Spiritualität, Liebe, Berufung und Beruf, soziales Leben und vieles mehr. Doch verfestigt sich dieses Gefühl erst, wenn es unsere derzeitige Priorität betrifft. Was dich kaum interessiert, hat logischerweise wenig Einfluss auf dich. Korrekt?

Somit ist der Zustand, in dem wir uns zufrieden fühlen, dynamisch. Wieso? Weil das Leben voller Veränderungen ist und deine Prioritäten sich diesen Umständen anpassen. Es sei denn, du kennst diesen Ort in dir, wo alles unveränderlich ist. Zufrieden zu sein ist demnach deine Fähigkeit, in jedem Moment deine Ganzheit und Quelle der Fülle zu erkennen.

In der Psychologie wird Zufriedenheit definiert als die Übereinstimmung einer bestimmten Erwartung eines Menschen vor einer Handlung mit deren tatsächlichem Erleben.

Ferner lesen wir in dem verlinkten Artikel, dass der Zufriedenheitsgrad vom Ausmaß der Abweichung zwischen dieser Erwartung und dem Handlungsergebnis abhängig ist. Somit geht „zufrieden sein“ mit „Erwartungen“ Hand in Hand. Wir fühlen uns zufrieden, wenn wir uns unsere geglaubten Bedürfnisse erfüllt haben. Ich rede von „geglaubten“ Bedürfnissen, weil wir zu oft „Wünsche“ mit „Bedürfnissen“ verwechseln. Das Verstehen dieses Punktes hat die Macht, unsere geistige Gier zu stillen.

Wie kommst du zu mehr Zufriedenheit?

Als ich mich vor Jahren mit diesem Thema intensiv beschäftigt habe, fand ich einige klassische Tipps, die du sicherlich bereits kennst: Dankbarkeit, positives Denken, Selbstliebe, ein erfülltes Sozialleben, Kreativität, Bewegung usw. All dieser Punkte trainieren dein Gehirn. Entweder werden dadurch Glückshormone wie Serotonin ausgeschüttet oder andere Glaubenssätze etablieren sich durch deine neue Art des Betrachtens. An dieser Stelle ist das Zauberwort Dankbarkeit. Ich hätte all diese Punkte in diesem Blog vertiefen können. Und doch habe ich mich entschieden, andere Aspekte mit dir zu besprechen.

Kennst du deine Seelenabsicht, so wirst du in dir ankommen.

Unser Leben verläuft in verschiedenen Episoden, je nachdem, was sich unsere Seele vorgenommen hat zu erfahren. Diese Zeitqualitäten der Seele und des Universums werden für mich immer greifbarer, seitdem ich mich intensiv mit der Zahlenmystik beschäftige. Vielleicht fragst du dich, wofür das Wissen um deine Themen und Lebensabschnitte gut ist? Wenn du deine Zeitqualitäten erkennst, so entfaltet sich das Gefühl des Vertrauens in dir.

Dir wird immer bewusster, dass du keine Laune der Natur bist. Du erinnerst dich allmählich an die wahre Absicht deiner Seele. Und weißt du, wieso das wichtig ist? Dadurch erinnerst du dich daran, dass

  • es keinen Sinn macht, dich mit anderen zu vergleichen. Denn du bist du und somit ein Unikat mit deinen Fähigkeiten und Erfahrungen.
  • deine Seele vieles in deinem Geburtsdatum und in deinem Namen codiert hat. Diese Sprache zu verstehen, wird zu deinem nicht manipulierbaren inneren Kompass.
  • ähnlich wie die Natur, deine Seele ihren eigenen Takt hat. Darauf zu vertrauen und dich damit zu verbinden, wird zu einer deiner größten Quellen der Gelassenheit.

Ja. Alles hat seine Zeit und geschieht für dich zur richtigen Zeit, ohne die Relativität der Zeit außer Kraft zu setzen.

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Was du festhältst, hindert dich daran, dich fortzubewegen.

Eines meiner Lieblingszitate stammt von dem dänischen Philosophen Søren Kierkegaard, welches besagt, dass das Leben vorwärts gelebt wird und rückwärts verstanden. Doch gibt es meiner Meinung nach eine Voraussetzung dafür: Es zu wollen!

Verständnis entfaltet sich in dem Moment, in dem wir uns einen Blick in die Vergangenheit erlauben, ohne festzustecken und vergangene Umstände verbessern oder 100%ig verstehen zu wollen. Diese Haltung der Introspektion und Akzeptanz erfordert das Betrachten und gleichzeitige Loslassen (kein Vergessen!) von deinen vergangenen Lebensumständen. Jegliche Unklarheit bzw. jeglicher Zweifel, was hier entsteht, führt zu Inkohärenz. Das Ergebnis ist, dass dein Geist eng wird.

In den letzten Jahren und im Rahmen meiner Beratungen habe ich oft erlebt, dass die Energie der Vergebung uns dahin bringt, alles das loszulassen, was war. Denn mit dir selbst ins Reine zu kommen, ist einer der wichtigsten Schlüssel für wahre Zufriedenheit. Schaue dir nochmal dein Leben an und vergib, damit

  • du Frieden mit dir und deiner Vergangenheit schließen kannst. Denn zu vergeben bedeutet, dich zu achten und zu lieben.
  • du dich von festgefahrenen und hinderlichen Energien befreist. Ein freier Geist bedeutet eine freie Sicht für dein Leben.
  • du wahre Dankbarkeit spüren kannst. All deine Erfahrungen haben dich zu der reifen Person gemacht, die gerade diesen Blogartikel liest.

Erlaube es der Energie der Vergebung, dich zu überfluten. Nutze sie, um deine Vergangenheit zu bereinigen und deinen Geist zu befreien.

Alles entsteht in deinem Geist – auch Zufriedenheit und Unzufriedenheit.

Es könnte besser sein. Aber es könnte auch schlimmer sein. In diesen beiden Sätzen erkennen wir ein Pendel mit zwei Seiten: eine aufbauende und eine niedermachende. Wofür entscheidest du dich? Erinnere dich daran, dass alles, was wir wahrnehmen, durch das Tor unseres Geistes geht.

Mich hat es in der Vergangenheit schockiert, zu beobachten, dass ich zu oft mein Leben aus einem Autopilot-Modus lebte. Mir war nicht klar, was in meinem Geist passiert und welche Macht mein Unterbewusstsein über meine Entscheidungen und Empfindungen hat.

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Wenn du die Fähigkeiten deines Geistes für dich nutzen willst, ist es unabdingbar, dass du weißt, wie er funktioniert. Kenne deinen Geist, um zu verstehen,

  • welche Ebenen sich wie und wann einschalten. Erkenntnis darüber wird dein Ego zum Verbündeten machen.
  • wie deine Unzufriedenheit mit deinem Unterbewusstsein zusammenhängt. Beschäftige dich mit deinen Erwartungen und erkenne, was du noch festhältst.
  • dass du oft nicht agierst, sondern reagierst. Werde dir bewusst, wovor du Angst hast. Vielleicht von deiner eigenen Macht?

Wer zufrieden ist, fühlt sich innerlich ausgeglichen und ist mit der Welt im Reinen. Deine Vorstellungen entsprechen dem realen Leben. Genau betrachtet ist es dein Grad des Verständnisses, der dich zum zufriedenen Menschen macht.

Dein Geist gibt Ruhe, wenn du dich dafür entscheidest!

Was auch immer du durchmachst: Jammern hilft dir überhaupt nicht weiter. Oder? Wenn du die Möglichkeit hast, etwas zu ändern, dann tu es! Denn im Handeln findest du eine unglaubliche Kraft der Selbstwirksamkeit, die zu Vertrauen und Freude führt.

Lass mich dir ein Beispiel geben: Stell dir vor, für deine geliebte Umgebung (Verwandte, Freunde usw.) ist Herumjammern ganz normal. Doch bist du mit dir und deinem Leben zufrieden. Jedes Mal, wenn du dich mit ihnen triffst, wird die gleiche Melodie des Herumjammerns gespielt. Was würdest du mittelfristig tun, damit deine Zusammenkunft mit deinen Mitmenschen einigermaßen gut verläuft? Herumjammern! Verstehst du, was ich damit meine? Gleiches braucht Gleiches und zieht Gleiches an, um weiter existieren zu können.

Alles beginnt stets mit einer Entscheidung. Und zwar deiner!

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Om und Prem, Massama Kambia
Spirituelle Lehrerin und Zahlenmystikerin