Mein Weg war nie geradlinig. Und genau das hat meinen Blick geschärft.
Ich bin in Togo geboren und dort bis zu meinem 19. Lebensjahr aufgewachsen – in einer Welt voller Farben, Rhythmen und Traditionen. Früh habe ich erlebt, wie sehr Herkunft, Umfeld und Erwartungen prägen. Und wie leise dabei die Frage werden kann, wer man jenseits davon eigentlich ist.
Der Entschluss, mein Heimatland zu verlassen und in Deutschland Chemie zu studieren, war ein Schritt ins Unbekannte.
Ich kannte das Gefühl, innerlich nicht ganz dazuzugehören, schon bevor ich ging. Der Aufbruch war deshalb mehr als Neugier. Er war auch eine leise Suche nach einem Ort, der sich stimmig anfühlt.

Zwischen zwei Welten
In München zu studieren, in einer neuen Sprache und in einem anderen kulturellen Takt, als junge Frau mit dunkler Hautfarbe, war fordernd. Es gab viele Tage, an denen ich mich wie zwischen zwei Welten fühlte. Nicht ganz hier und nicht mehr dort.
Ich kenne das Gefühl, funktionieren zu müssen, während es innerlich unruhig ist. Nach außen kompetent, innerlich suchend. Diese Zeit hat mich gelehrt, dass äußere Orientierung nicht ausreicht.
Innere Stabilität wächst dort, wo ein Mensch lernt, sich selbst zu halten.
Was mich geprägt hat
Mit meinem naturwissenschaftlichen Hintergrund habe ich gelernt, genau zu beobachten und Zusammenhänge ernst zu nehmen. Gleichzeitig wurde meine spirituelle Ausrichtung mit den Jahren klarer und reifer.
Spiritualität bedeutet für mich, mit dem eigenen Kern in Verbindung zu bleiben und aus dieser Verbindung heraus zu handeln. Das zeigt sich nicht in besonderen Momenten, sondern im Alltag. In Gesprächen. In Entscheidungen. In der Art, wie ich mit Druck umgehe.
Ich habe mich intensiv mit Bewusstsein, Mustern und inneren Entwicklungsphasen beschäftigt. Aus dieser Zeit ist mein eigenes Modell entstanden, in dem sich Yoga, Numerologie und Entwicklungsphasen verbinden. Viele Jahre habe ich Menschen Orientierung gegeben und Zusammenhänge sichtbar gemacht.
Und gleichzeitig habe ich bei mir selbst und in der Begleitung anderer immer wieder erlebt: Verstehen allein beruhigt nicht. Man kann sehr klar sein und dennoch schneller reagieren, als man möchte. Man kann viel Bewusstsein haben und sich trotzdem innerlich unter Druck setzen. Diese Erfahrung hat meinen Fokus verändert. Nicht abrupt, sondern mit der Zeit.
Heute verbinde ich diese Erfahrungen zu einer Arbeit, in der ich Menschen helfe, ihre innere Dynamik zu verstehen, Stabilität aufzubauen und daraus klar zu handeln.
Mein Blick heute
Heute beginne ich bei der Verankerung. Mich interessiert, was in einem Menschen geschieht, wenn es eng wird. Wenn Kritik trifft. Wenn Verantwortung schwer wird. Wenn alte Muster auftauchen.
Innere Grundruhe heißt für mich, in solchen Momenten im Körper zu bleiben und die eigene Reaktion wahrzunehmen, ohne sie sofort zu verstärken.
Ich arbeite mit Menschen, die viel verstanden haben und Verantwortung tragen. Und die spüren, dass es einen ruhigeren, tragfähigeren Boden in ihnen geben darf. Dabei verbinde ich Einordnung, verkörperte Wahrnehmung und konkrete Schritte für den Alltag.
Heimat
Heimat ist für mich kein Ort. Heimat ist die Fähigkeit, sich selbst nicht zu verlieren, wenn es innerlich unruhig wird.
Diese Fähigkeit kann sich entwickeln. Und genau dabei begleite ich Menschen.
Viele reflektierte Menschen funktionieren gut im Außen. Und doch fehlt manchmal etwas, das von innen trägt.
Meine Arbeit beginnt genau dort.
Aus diesem Weg ist die 6-wöchige Begleitung „Innere Grundruhe im Alltag“ entstanden und die weiterführenden Programme zur Selbstführung.
Wenn du spürst, dass dieser Punkt in deinem Leben gerade wichtig wird, findest du hier einen Einstieg.

