Yoga ist mehr als eine Abfolge von Körperstellungen.
Doch öffnen uns Yogastellungen das Tor zu tieferen Dimensionen unserer Wahrnehmung.
Wie du siehst, unterscheide ich zwischen Körperstellungen und Yogastellungen. Dazu später mehr.

Über die Jahre bin ich unterschiedlichen Irrtümern in Bezug auf Yoga begegnet. Wie schade!
In diesem Artikel versuche ich aufgrund meiner Erfahrungen, einiges in Bezug auf „Yoga und Körperstellungen“ klarzustellen. Dies geschieht in der Hoffnung, ein wenig Klarheit in die mystische Welt des Yoga zu bringen.
Bitte beachte, dass meine Zeilen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

Worum geht es hier?
Es liegt mir am Herzen, zu betonen, dass die Auffassung, Yoga sei nur das Terrain von Körperstellungen, falsch ist.

Erkenne die Energie hinter den Dingen.

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Wenn ich höre, dass viele Menschen Yoga auf die Körperstellungen beschränken, tut mir das im Herzen weh.

Das ist so, als ob ich einen Familienvater sehe und sage: „Er ist ein Familienvater.“
Nein. Er hat die Rolle eines Familienvaters, eines Mannes, womöglich eines Ehemannes … Und doch ist er so viel mehr.
Verstehst du, worauf ich hinauswill?

In Wahrheit ist er eine Seele, die verschiedene körperliche Attribute angenommen hat, um in diesem Leben etwas zu erfahren.
Wie oft passiert es uns im Alltag, dass wir die Dinge nur teilweise beschreiben?
Uns fehlt der Blick auf das Ganze – für manche für das Ganze!

Es wäre daher schade und fatal, Yoga auf Körperstellungen zu beschränken. Leider beobachte ich über die letzten Jahrzehnte einen Trend. Unsere Gesellschaft identifiziert sich immer mehr mit äußerlichen Dingen.

Die gefährliche Spirale und Macht der Gesellschaft

Es wird mehr Wert auf das physische Aussehen und die physische Ausdauer gelegt. Das Outfit bekommt oft mehr Raum und Gewicht als das, was man ausführen sollte: die Stellung!

Die Yogamatte nimmt mehr Fokus ein. Anstatt die Rolle eines bequemen und körperfreundlichen Untergrunds zu erfüllen, wird die Aufmerksamkeit auf die Marke gelegt. Wie krass! Und ja, ich weiß, ich überspitze das Thema.

Mein Fazit: Das Beleuchten unseres geistigen Raums, worum es beim Yoga ja wirklich geht, wird außer Acht gelassen.

Viele Menschen trauen sich nicht, auszusprechen, dass sie Yoga praktizieren. Warum? Weil sie Angst haben, auf eine angebliche Unwirksamkeit ihrer Yogapraxis angesprochen zu werden, nur weil sie einige Kilos mehr auf die Waage bringen.
Wer definiert, was „zu viel“ ist? Wer entscheidet, was Yoga ist?

Die Weisheit der Schriften.

Wenn wir uns mit der Geschichte des Yoga beschäftigen, so erfahren wir, dass jede Definition eine Frage des Kontexts ist. Sehr schnell wird uns auch klar, dass viel mehr als auf die Körperbeherrschung der Fokus auf die Beherrschung des Geistes gelegt wird.

Jedem, der sich mit den Yogastellungen auseinandersetzen will, empfehle ich unbedingt die Hatha Yoga Pradipika. Wörtlich bedeutet dieser Titel: das Licht des Hatha Yoga.

Die Hatha Yoga Pradipika ist das bekannteste Grundlagenwerk des Hatha Yoga. Laut Überlieferungen wurde sie in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts von Swatmarama geschrieben. Sie umfasst 643 Verse. Hatha Yoga ist einer der bekanntesten Wege, in dem es darum geht, die Yogastellungen als Weg zur Befreiung zu verwenden.

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Wie du sicherlich weißt, geht es im Yoga um die spirituelle Befreiung durch die Erinnerung an unsere wahre Natur und das Annehmen unseres Vermächtnisses als göttliche Wesen.

Wenn wir uns mit der Hatha Yoga Pradipika befassen, so begegnen wir immer wieder einer bestimmten Aussage: Wo Hatha Yoga endet, dort beginnt Raja Yoga. Raja Yoga ist das Yoga der Meditation, auch Yoga der Beherrschung des Geistes genannt.

Was bedeutet dieser Satz? Nachdem die Reinigungen der physischen und subtilen Körper erfolgt sind, beginnt die Meisterschaft des Geistes. Wir können dabei nicht alles separat betrachten, denn alles beeinflusst sich gegenseitig.

Wozu verhelfen uns die Yogastellungen?

Die ursprüngliche Idee einiger Gelehrter, die sich auf die Yogastellungen spezialisiert haben, wurde von vielen nicht in ihrer Ganzheit verstanden. Das Nutzen der festen und langsam schwingenden Materie (physischer Körper) gibt uns die Möglichkeit, unseren Geist zu kontrollieren und unsere wahre Natur – das Selbst – zu erkennen.
Unter Geist verstehe ich im Sinne der Yogawissenschaft die Ebenen unserer energetischen, emotionalen und intellektuellen Hülle. Mehr dazu erfährst du in meinem Online-Kurs Lerne deinen Geist kennen und erkenne deine wahre Natur.

Jeder, der sich intensiv mit Yoga beschäftigt, kann belegen, dass die Yogastellungen (Asanas) mehr als Körperstellungen sind. Das ist eine sehr wichtige erste Differenzierung! Die Yogastellungen befassen sich mit dem physischen Körper und bilden eine Brücke zwischen diesem und dem Astralkörper, dem Sitz des Geistes.

Eine zweite Differenzierung ist, dass die Yogastellungen meiner heutigen Erfahrung nach drei Stufen benötigen, um ihre mystische Kraft zu entfalten:

  • die richtige Technik
  • die Bereitschaft des physischen Körpers
  • die Bereitschaft des Geistes

Wir können eine Yogastellung erst vollständig annehmen und darin freudvoll verweilen, wenn wir die Energie hinter dieser Stellung verstehen und gemeistert haben.
Das ist meine Intention, wenn ich im Rahmen meines Programms Awakeness Momentum wichtige Fundamente mit meinen wertvollen Klienten lege.

Nicht, was du siehst, sondern, was du fühlst!

Diese Lektion durfte ich selber vor einigen Jahren erfahren. Ich ging durch eine herausfordernde, emotionale Zeit – eine Zeit der Trauer und der Erschöpfung.
Als ich bereit war, loszulassen, durfte ich die Essenz dieser Herausforderung erkennen. Diese Phase hatte zum Ziel, mich mit der Energie des Loslassens zu verbinden. In dieser Zeit riefen Yogastellungen mit dem Fokus auf Herz- und Beckenöffnung nach mir. Als ich mich ihnen immer mehr öffnete, verstand ich die Verbindung zwischen:

  • Sakralchakra und Herzchakra
  • Emotionen und Gefühlen
  • Empfangen und Loslassen

Erst danach konnte ich die erste Welle dieser Wandlung hinter mir lassen. Wenn wir die wahre Energie der Körperstellungen verstehen, so können wir durch sie zu tieferen Ebenen unseres Seins gelangen.

Mein Leucht-Newsletter für dich!

Ich liebe Yogastellungen und unterrichte sie gern – privat oder in themenorientierten Kursen. Doch erkläre ich stets meinen Teilnehmern, dass das Meistern einer Yogastellung erst möglich wird, wenn wir uns unseren mentalen Programmen stellen.

Yoga ist kein Sport! Yoga ist keine Akrobatik! Yoga ist kein Verrenkungswettbewerb!

Genau dieser Wunsch zur Aufklärung hat zur Entstehung meiner Yoga LifeMind Praxisstunde geführt. Diese ist eine einmalige Möglichkeit, die eigene spirituelle Praxis auf die nächste Stufe zu bringen. Das Besondere dabei ist, dass ich aufgrund ihres Geburtsdatums und ihrer Antworten vor unserem Termin schaue, was für meine Klienten in dieser aktuellen Phase ihres Lebens ansteht. Das ist für mich die Wertschätzung ihres Seins und Anliegens.

Vielen Dank für deine kostbare Zeit.
Ich freue mich auf deinen wertschätzenden Kommentar und würde gerne etwas über deine Sichtweise erfahren.

Om und Prem, Massama Kambia
Spirituelle Lehrerin | Yoga LifeMind Coach | Autorin